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Auktion am 1. Januar 2021 15 h, Darsser Arche in Wieck


bild1 Los-Nr.: 71
an der See 2, Aquarell
Julo Levin
1901 - 1943
Signatur: signiert
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 42 x 59
Rufpreis: 800
Schätzpreis: 800 - 900

Julo Levin (Stettin, Pommerscher Künstlerbund) 1901 Stettin - 1943 KZ Auschwitz, Maler des Expressionismus, 1926 schloss er die Kunstschule ab und sicherte sich ab 1931 eine Anstellung in Düsseldorf.
Seit 1919 gehörte er der rheinischen Kunstszene an. Er studierte an den Kunstgewerbeschule in Essen unter Jan Thorn Prikker, folgte ihm 1921 an die Staatliche Kunstgewerbeschule München, und im März 1923 an die Kunstakademie Düsseldorf. Zu seinen Lehrern gehörten nun auch Heinrich Campendonk und Heinrich Nauen, dessen Meisterschüler er wurde. Mit Abschluss seines Studium 1926 erhielt Levin seinen ersten großen Auftrag, ein Wandgemälde für die GeSoLei. Mit dem Honorar konnte er sich einen mehrwöchigen Aufenthalt in Paris leisten. Eine weitere Frankreichreise führte ihn im Sommer 1931 für sechs Monate nach Marseille, wo zahlreiche kraftvolle, farbige Aquarelle, Ölbilder und auch Zeichnungen entstanden.
Von 1925 bis 1932 war er Mitglied der Rheinischen Sezession und des Jungen Rheinland, mit reger Ausstellungstätigkeit in Düsseldorf, gefolgt von Ausstellungen in Berlin und in Nürnberg.
1930 gründete Schwesig gemeinsam mit Levin und den Malerkollegen Peter Ludwigs, Hanns Kralik, Carl Lauterbach und dem Regisseur und Schauspieler Wolfgang Langhoff die Düsseldorfer Ortsgruppe der Asso. Außerdem gehörte Levin der von 1930 bis 1933 bestehenden Künstlergruppe Das Neue Pommern an. Nach dem Malverbot war der Künstler als Zeichenlehrer an jüdischen Schulen in Düsseldorf und Berlin tätig. Er besuchte jedes Jahr für einige Wochen seinen Geburtsort Stettin.
Im Juni 1933 wurde Levin aus politischen Gründen, begründet durch seine Nähe und Sympathie zu politisch links stehenden Oppositionellen und zur KPD, verhaftet. Wegen seiner jüdischen Herkunft blieb ihm die Mitgliedschaft in der Reichskulturkammer, und damit eine weitere Berufsausübung, verwehrt.
Julo Levin hat als Kunstlehrer an der 1935 begründeten Jüdischen Volksschule Düsseldorf an der Kasernenstraße gearbeitet[5] und die bedeutenden Zeichnungen seiner jüdischen Schülerinnen und Schüler gesammelt.
Am 17. Mai 1943 wurde auch Levin ins KZ Auschwitz deportiert und ermordet. Lit.u.A.: Annette Baumeister: Julo Levin 1901 - 1943.(aus Wikipedia)

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bild2 Los-Nr.: 72
Frau mit Hut, Kohle
Elena Liessner-Blomberg
1897 - 1978
Signatur: signiert
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 63 x 48
Rufpreis: 600
Schätzpreis: 800 - 1000
Elena Liessner-Blomberg, 1897 Moskau - 1978 Berlin, Malerin, Grafikerin, Textilkünstlerin.

Nach Beendigung des Gymnasiums 1914 erhielt Elena Liessner Zeichenunterricht durch ihren Onkel Ernst Liessner, der zuvor im Pariser Exil gelebt hatte und Meisterschüler von Ilja Jefimowitsch Repin war. Nach einjähriger Arbeit als Zeichnerin im NARKOMPROS arbeitete sie 1919 dort als Sekretärin der Abteilung für Bildende Kunst.

1920 begann sie ein Studium der Malerei an den Staatlichen Freien Künstlerischen Werkstätten (Swomas), die später in WChUTEMAS umbenannt wurden. Dort wurde sie unter anderem durch Antoine Pevsner und Ljubow Sergejewna Popowa unterrichtet.1921 folgt sie ihrem Freund Eduard Schiemann und siedelte nach Berlin über. Zuvor hatte sie in Moskau dessen Atelier übernommen und führte dessen Zeichenunterricht für Kinder von Eisenbahnern fort. Im selben Jahr wurde ihr Entwurf für den Bühnenvorhang des Berliner Kabaretts Der blaue Vogel ausgewählt. In der Zeit von 1933 bis 1945 zog sich Elena Liessner-Blomberg weitgehend künstlerisch zurück und stellte nicht mehr aus.1951 siedelte die Familie in die DDR über, wo sie mit Künstlern wie Dinah Nelken, Ernst Busch und Herbert Sandberg eine enge Freundschaft pflegte. In Kleinmachnow sehr zurückgezogen lebend erfolgte 1969 eine Neu-Entdeckung der Arbeiten von Elena Liessner-Blomberg. Dinah Nelken stellte sie in der Zeitschrift Das Magazin vor und Herbert Sandberg organisierte für sie eine Ausstellung in Berlin. Im gleichen Jahr erwarb das Kupferstichkabinett Dresden zahlreiche frühe Arbeiten der Künstlerin als Basis einer umfangreichen Sammlung. aus Wikipedia

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bild3

Los-Nr.: 73
Kreidefelsen, Pastell

Heinrich Lietz
1909 - 1988
Signatur: signiert
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 38 x 49
Rufpreis: 250
Schätzpreis: 400 - 500

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Heinrich Lietz, 1909 Stralsund - 1988 Stralsund, Maler, Nach dem Besuch des Gymnasiums studierte er ab 1928 Philosophie in Greifswald und Berlin, in der Berliner Zeit besuchte er parallel dazu Abendkurse für Malerei und Grafik an der Kunstgewerbeschule Berlin-Charlottenburg bei Max Kaus. Auf dessen Rat folgten Studien an der Staatlichen Kunsthochschule in Berlin bei Bernhard Hasler, Willy Jaeckel, Philipp Franck und Heinrich Reifferscheidt. 1932 machte Lietz das 1. Staatsexamen als Lehrer. Nach der Referendarzeit und dem 2. Staatsexamen war er bis 1939 in verschiedenen Städten als Kunsterzieher im Schuldienst tätig. Nach der Entlassung aus der Gefangenschaft ließ sich Heinrich Lietz 1946 in Stralsund nieder, wo er ab 1947 als freiberuflicher Künstler wirkte. Ab 1946 war er Mitglied im Kulturbund zur demokratischen Erneuerung Deutschlands und 1952 trat er dem Verband Bildender Künstler bei. Neben seiner freischaffenden Arbeit war Lietz Leiter von Volkskunstzirkeln des Kulturbundes und der Volkshochschulen. Sein Schaffen bestand in der Hauptsache aus Landschaften seiner Vorpommerschen Heimat, Städteansichten, Porträts und Stillleben. Die Hansestadt Stralsund benannte eine Straße ihm zu Ehren mit seinem Namen. aus Wikipedia


bild4 Los-Nr.: 74
Rosen, Öl
Heinrich Lietz
1909 - 1988
Signatur: signiert
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 36 x 50
Rufpreis: 400
Schätzpreis: 400 - 500
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Heinrich Lietz, 1909 Stralsund - 1988 Stralsund, Maler. siehe Los 73


bild5 Los-Nr.: 75
Ansicht Stralsund, öl
Heinrich Lietz
1909 - 1988
Signatur: signiert
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 60 x 52
Rufpreis: 600
Schätzpreis: 700 - 900
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Heinrich Lietz, 1909 Stralsund - 1988 Stralsund, Maler. siehe Los 73


bild6 Los-Nr.: 76
Großsegler, Öl
Louis Douzette
1834 - 1924
Signatur: signiert
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 48 x 35
Rufpreis: 2000
Schätzpreis: 2800 - 3400
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Louis Douzette


bild5 Los-Nr.: 77
Abend am Meer, Pastell
Käthe Löwenthal
1878 - 1942
Signatur: monogr.
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 21 x 27
Rufpreis: 400
Schätzpreis: 500 - 700
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Käthe Loewenthal, 1878 – 1942, lebt 1889 bis 1891 in Bern, wo sie Bekanntschaft Bekanntschaft mit Ferdinand Hodler macht. 1895 kehrt sie in die Schweiz zurück, um bei Hodler zu studieren. Während einer Parisreise lernt Loewenthal Leo von König kennen und folgt ihm nach Berlin an die Kunstakademie. Während ihres Studiums entstehen vorrangig Akte, Tierstudien und Porträts. In dieser Zeit wird auch die enge Freundschaft mit der Malerin Erna Raabe begründet. 1905 bezieht die Künstlerin ein Atelier in München, wo sie an Aufträgen für Porträts und Stillleben arbeitet. Bei regelmäßigen Reisen ins Berner Oberland entstehen zahlreiche Landschaftsstudien. Loewenthal stellt nun in der Berliner Sezession, dem Hamburgischen Kunstverein und im Münchner Glaspalast aus. 1912-33 besucht sie alljährlich ihre Schwester Susanne Ritscher, ebenfalls Malerin, auf der Insel Hiddensee und arbeitet dort an Seestücken und Landschaftsbildern. 1914 übersiedelt Loewenthal nach Stuttgart und studiert bei Adolf Hölzel, dessen Hinwendung zur abstrakten Malerei folgt sie jedoch nicht. Die nächsten zwei Jahrzehnte bestreitet sie als freie Malerin in Stuttgart. 1935 wird sie von den Nationalsozialisten mit dem Malverbot belegt. Im selben Jahr unternimmt sie ihre letzte Reise ins Berner Oberland. 1942 erfolgt die Deportation in das nationalsozialistische Vernichtungslager Izbica (Polen), wo sie kurz darauf umkommt. Ein Jahr später werden bei einem Bombenangriff ihre in einem Stuttgarter Magazin eingelagerten Bilder zerstört. (Lit.: A. Rapp, Hiddensoer Künstlerinnenbund, 2012)


bild5 Los-Nr.: 78
an der Ostsee, 1930, Öl
Arnold Lyongrün
1871 - 1935
Signatur: signiert
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 31 x 41
Rufpreis: 300
Schätzpreis: 400 - 500
Arnold Lyongrün, 1871 Domnau - 1935 Hamburg o. Kühlungsboen, Maler des Jugendstils und Naturalismus, Akademien Königsberg und Breslau. weiter siehe Los 79
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bild5 Los-Nr.: 79
Frühling i.d. Lühe, Öl
Arnold Lyongrün
1871 - 1935
Signatur: signiert
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 63 x88
Rufpreis: 600
Schätzpreis: 700 - 900
Arnold Lyongrün, 1871 Domnau - 1935 Hamburg o. Kühlungsboen, Maler des Jugendstils und Naturalismus, Akademien Königsberg und Breslau.

Anschließend ging er nach Paris an die private Kunstakademie Académie Julian, dort wurde er Schüler bei Jules-Joseph Lefebvre und Tony Robert-Fleury. Er unternahm Studienreisen innerhalb Frankreichs, nach Österreich und Italien.

Ab 1898 war er im Hamburger Umland wohnhaft und tätig, zunächst in Buxtehude, später in Hamburg, wo er 1907/08 als Lehrer an der Staatlichen Kunstgewerbeschule Hamburg wirkte. Während des Ersten Weltkriegs wurde er als Soldat eingezogen. Danach war er seit 1919 freischaffender Maler in Hamburg, dort wurde er Mitglied der Hamburgischen Künstlerschaft, später im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands (Berlin). Mehrere Jahre gehörte er zur Künstlerkolonie Ahrenshoop auf dem Darß/Ostsee. aus Wikipedia

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bild5 Los-Nr.: 80
Netze, Öl
Carl Malchin
1838 - 1923
Signatur: signiert
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 23 x 36
Rufpreis: 1100
Schätzpreis: 1400 - 1800

Carl Malchin (* 14. Mai 1838 in Kröpelin; † 23. Januar 1923 in Schwerin), war ein deutscher Restaurator und Landschaftsmaler, der hauptsächlich ländliche mecklenburgische Motive und Stadtansichten malte. Er wurde als Sohn eines Senators geboren. Er besuchte die Realschule in Rostock, bevor er eine Lehre zum Geodäten in Schwaan absolvierte. Nach Abschluss der Lehrzeit arbeitete er noch drei Jahre als Gehilfe bei seinem Lehrherrn. Bereits in dieser Zeit lernte er in Schwaan die zur damaligen dortigen Künstlerkolonie gehörenden Maler Otto Dörr und Eduard Ehrke kennen, die vermutlich Malchins Lust auf das Malen weckten.
1860 bis 1862 besuchte er das Polytechnikum in München, um Vorlesungen in Geodäsie und Ingenieurwissenschaften zu hören. Malchin besuchte aber lieber die Künstlerateliers und lernte so den Landschaftsmaler Adolf Heinrich Lier kennen. Dieser vermittelte den Studenten an Julius Noerr, ebenfalls ein bekannter Landschaftsmaler seiner Zeit, bei dem er Unterricht nahm. Die Malerei nahm ihn immer mehr ein, doch er beendete pflichtgemäß seine Ausbildung als Vermesser und legte auch das Ingenieursexamen ab.
Bereits seine 1871 bis 1872 entstandenen Gemälde, zumeist mit ländlichen Motiven, zeigen eine gute Beobachtungsgabe, eine saubere Strichführung und treffende Auswahl des Bildausschnitts, wie das Bild "Dorfstraße in Dierkow". In malerisch hervorragender Qualität hielt Malchin im Bild "Bauerndiele" das ländliche Milieu fest.
Die Bilder von Malchin erregten in mecklenburger Kunstkreisen Aufmerksamkeit, so dass der Hofmaler Theodor Schloepke beim Großherzog Friedrich Franz II. vorstellig wurde, um eine Förderung des jungen Malers zu erreichen. Der Großherzog bewilligte ein Stipendium, eine monatliche Beihilfe und die Beurlaubung vom Dienst für das Studium an der 1860 vom Naturalisten Stanislaus von Kalckreuth gegründeten Großherzoglich-Sächsischen Kunstschule Weimar, welches Malchin im Herbst 1873 begann. Großen Einfluss auf Malchin hatte mit seinem Realismus sein Lehrer und damaliger Direktor der Schule Theodor Hagen. Auch Albert Brendel gehörte zu seinen Lehrern. Beide Maler prägten wegen ihrer gleichen Auffassung mit den Vorstellungen Malchins dessen Stil.
Er nahm nach seinem Studium 1879 die angebotene Stelle als Restaurator der herzoglichen Gemäldesammlung an. Der Vertrag dazu war großzügig gestaltet und ließ ihm reichlich Raum für eigene Malerei und Urlaub. Malchin nahm dafür seine Aufgabe bei der Restaurierung, Sichtung und Ordnung der Gemälde sehr ernst.
1881 malte Malchin in Boltenhagen, 1882 reiste er nach Wustrow und Ahrenshoop. Die Gegend um Ahrenshoop scheint ihn künstlerisch angeregt zu haben, denn es finden sich zahlreiche Bilder und Skizzen davon in seinem Werk. 1890 verlieh ihm Großherzog Friedrich Franz III. den Professorentitel.
Erst nach dem Tod des Künstlers 1923 gab es eine Ausstellung, die so zur "Gedächtnisausstellung" wurde.
Werke: 262 Gemälde und 391 Handzeichnungen und vier Skizzenbücher im Staatlichen Museum Schwerin; einige Gemälde im Kulturhistorischen Museum in Rostock; einige Gemälde in Privatbesitz; 92 Gemälde wurden im Zweiten Weltkrieg vernichtet.
Ehrungen: 1887 Ehrendiplom der ersten internationalen Ausstellung in Dresden; 1892 Verdienstmedaille in Gold für Kunst und Wissenschaften in Schwerin; 1915 Ritterkreuz des Greifenordens; 1923 Gedächtnisausstellung im Landesmuseum Schwerin;

Lit.:Lisa Jürß: Carl Malchin - Ein mecklenburgischer Maler, Worpsweder Taschenbücher, 1991. ISBN 3-88-132-246-9; Lisa Jürß, Carl Wilhelm Christian Malchin, Landschaftsmaler, Zeichner, Radierer, in: Biographisches Lexikon für Mecklenburg, Bd. 6, S. 198-203. ISBN 978-37950-3750-5
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