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Auktion am 30. Mai 2020, 17 Uhr


 

bild1 Los-Nr.: 1
Hiddensee, Öl
Elisabeth Andrae
1876 - 1945
Signatur: sign.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 25 x 35
Rufpreis in Euro: 400
Schätzpreis: 500 - 600
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Elisabeth Andrae (* 1876 in Leipzig; † 1945 in Dresden), Hiddensee, Ahrenshoop, Dresden, war eine deutsche Malerin. Ihr Bruder war Walter Andrae, der spätere Direktor des Vorderasiatischen Museums in Berlin. Nach dem Studium bei Adolf Thamm in Dresden und Hans Richard von Volkmann in Karlsruhe lebte sie in Dresden, hatte aber regelmäßige Aufenthalte auf der Insel Hiddensee. 1906 war sie mit dem Gemälde "Sonnenflecken" auf der Großen Berliner Kunstausstellung vertreten. Elisabeth Andrae gehörte mit Clara Arnheim, Elisabeth Büchsel und anderen Künstlerinnen zum Kreis der Hiddenseer Malweiber oder Hiddenseer Künstlerkolonie, die regelmäßig in der Blauen Scheune in Vitte ausstellten. 1909 stellte sie gemeinsam mit den in Ahrenshoop ansässigen Malern im neu gegründeten Kunstkaten aus, außerdem in Dresden und Berlin. Die Städtischen Sammlungen Dresden erwarben ihr Gemälde "Neustädter Markt". Stilistisch gehört sie zu den Malern des deutschen Jugendstils und Symbolismus. Durch ihre großen Wandbilder von Ausgrabungsorten wie Babylon, Assur, Uruk oder Yasilikaya im Vorderasiatisches Museum in Berlin wurde Elisabeth Andrae nach 1930 einem größeren Publikum bekannt. Sie starb 1945 in Dresden. - Bild stammt aus Familienbesitz. Lit.: Hiddensee, Der Hiddensoer Künstlerinnenbund


bild2 Los-Nr.: 2
Hiddensee, signiert
Julie Wolfthorn
1864 - 1944
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 24 x 35
Rufpreis in Euro: 600
Schätzpreis: 800 - 900
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Wolfthorn, Julie (auch Wolf-Thorn, geborene Wolf oder Wolff; * 8. Januar 1864 in Thorn, Westpreußen; † 29. Dezember 1944 im Ghetto Theresienstadt) war eine deutsche Malerin und Grafikerin. Sie wurde unter dem Namen Julie Wolf(f) als Kind einer bürgerlichen jüdischen Familie in Thorn geboren. Ab 1890 studierte sie Malerei und Grafik in Berlin, nach einem Aufenthalt in Paris kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie jahrzehntelang in der Kurfürstenstraße 50 lebte (das Haus existiert nicht mehr). 1898 wurde sie - als eine von nur vier Frauen - Gründungsmitglied der Berliner Secession. Seit 1898 war sie im "Verein der Künstlerinnen und Kunstfreunde Berlin". 1904 heiratete sie den Kunsthistoriker und -kritiker Rudolf Klein. 1905 unterzeichneten Julie Wolfthorn und über 200 Künstlerinnen eine Petition mit der Forderung zur Zulassung an der Preußischen Akademie der Künste, die von dem Akademiedirektor Anton von Werner abgelehnt wurde. 1906 gründete sie mit Käthe Kollwitz die Ausstellungsgemeinschaft "Verbindung Bildender Künstlerinnen", 1912 wurde sie mit Käthe Kollwitz in den Vorstand und die Jury der Secession gewählt, 1933 wurde sie mit Fanny Remak aus dem Vorstand ausgeschlossen, die nach England emigrierte. Julie Wolfthorn blieb in Berlin und arbeitete mit dem Kulturbund Deutscher Juden zusammen. 1941 wurde der Kulturbund verboten, die Mitarbeiter verhaftet und das Vereinsvermögen beschlagnahmt.
Am 28. Oktober 1942 wurde Julie Wolfthorn im Alter von 78 Jahren zusammen mit ihrer Schwester Luise Wolf mit dem "68. Alterstransport" in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort zeichnete sie, so weit ihr das unter den Umständen möglich war. Sie überlebte hier zwei Jahre und verstarb wenige Tage vor ihrem 81. Geburtstag.
Julie Wolfthorn wurde vor allem durch ihre Portraitmalerei bekannt. Sie portraitierte Ida Dehmel, Richard Dehmel, Hedda Eulenberg, Gerhart Hauptmann (im Doppelporträt mit seiner Frau Margarete), Gabriele Reuter, die Familienmitglieder des schreibenden und übersetzenden Paares Hedwig Lachmann und Gustav Landauer, die Familie des Architekten Hermann Muthesius, die Ärzte Salomon Neumann und Carl Ludwig Schleich, die Opernsängerin Irmgard Scheffner, viele Schauspielerinnen wie Tilla Durieux oder Carola Neher - und andere berühmte Zeitgenossen, vorwiegend aus der Berliner Gesellschaft, darunter besonders viele engagierte Frauen. Lit.: Heike Carstensen, Leben und Werk der Malerin und Graphikerin Julie Wolfhtorn (1864 - 1944). Rekonstruktion eines Künstlerinnenlebens, Tectum Verlag, Marburg 2011, ISBN 978-3-8288-2728-8.; Hedwig Brenner: Jüdische Frauen in der bildenden Kunst II. Konstanz 2004; Beate Spitzmüller: Julie Wolfthorn. In: Britta Jürgs (Hg.): Denn da ist nichts mehr, wie es die Natur gewollt. Portraits von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen um 1900. AvivA Verlag, Berlin, 2001, ISBN 3-932338-13-8; S.248-259; Käthe, Paula und der ganze Rest. Ein Nachschlagewerk (Künstlerinnenlexikon), hrsg. v. Verein der Berliner Künstlerinnen e.V., Berlin: Kupfergraben, 1992, S. 185 (Lit.). ISBN 3-89181-411-9

 
bild3 Los-Nr.: 3
Fischerboote, Aquarell
Clara Arnheim
1865 - 1942
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 20 x 30
Rufpreis in Euro: 350
Schätzpreis: 500 - 600
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Clara Arnheim, 1865 - 1942, Hiddensee, Paris, Malerin und Grafikerin. Clara Arnheim gilt als die Mitbegründerin des „Hiddensoer Künstlerinnenbundes“ im Jahr 1922. Sie war Schülerin bei Skarbina und bei E. Aman-Jean und E. Laurent in Paris; seit 1904 Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen. Sie schuf Aquarelle und Ölgemälde auf Hiddensee, die die Insellandschaft und ihre Bewohner – wie die Fischer – zum Thema hatten. Besonders ihre stimmungsvollen impressionistischen Aquarelle zeichnen sich durch zarte Farben aus.“ Unter dem Nationalsozialismus erhielt sie Berufs- und Reiseverbot und wurde 1942 im KZ Theresienstadt ermordet. (Quelle – Hiddensee – Die besondere Insel für Künstler von Ruth Negendanck S. 129)


bild4 Los-Nr.: 4
Hiddensee, Aquarell
Clara Arnheim
1865 - 1942
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 25 x 34
Rufpreis in Euro: 450
Schätzpreis: 500 - 600
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Clara Arnheim


bild5
Los-Nr.: 5
jap. Steg, Pastell
Katharina Bamberg
1873 - 1966
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 22 x 32
Rufpreis in Euro: 250
Schätzpreis: 350 - 400
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Katharina Bamberg, 1873 Stralsund - 1966 Stralsund, Malerin. Nach der Schule wurde sie in Berlin Schülerin bei dem Maler Ludwig Dettmann. Von ihm übernahm sie die realistische Hellmalerei.

Nachdem sie zunächst überwiegend Blumen, Stillleben und Porträts gemalt hatte, widmete sie ihr Schaffen der Landschaftsmalerei. Sie unternahm Studienreisen nach Oberbayern, Thüringen, in den Spreewald, nach Bornholm und an die Côte d’Azur. Zurück in Stralsund wurden ihre Heimatstadt sowie die Landschaften der Inseln Rügen, Vilm und Hiddensee, sowie der Halbinsel Wittow ihre Motive.
Die Henni Lehmann gehörende Blaue Scheune in Vitte auf Hiddensee wurde zum Ort ihres Wirkens. Sie gehörte neben Elisabeth Büchsel, Clara Arnheim und Elisabeth Andrae zum Hiddensoer Künstlerinnenbund, der 1933 in der Frühzeit des Nationalsozialismus aufgelöst wurde.

Ab 1945 restaurierte sie viele im Zweiten Weltkrieg beschädigte Bilder. Katharina Bamberg starb am 6. Oktober 1966 in ihrer Heimatstadt. Dort ehrte man sie zu Beginn des 21. Jahrhunderts mit der Benennung der Katharina-Bamberg-Straße. Werke von ihr befinden sich u. a. im Kulturhistorischen Museum Stralsund. Katharina Bamberg war eine Urgroßnichte Ernst Moritz Arndts

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bild6 Los-Nr.: 6
Netzeflicker, Rötel
Clara Arnheim
1865 - 1942
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 26 x 29
Rufpreis in Euro: 300
Schätzpreis: 400 - 500
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Clara Arnheim, 1865 - 1942, Hiddensee, Paris, Malerin und Grafikerin. Clara Arnheim gilt als die Mitbegründerin des „Hiddensoer Künstlerinnenbundes“ im Jahr 1922. Sie war Schülerin bei Skarbina und bei E. Aman-Jean und E. Laurent in Paris; seit 1904 Mitglied des Vereins der Berliner Künstlerinnen. Sie schuf Aquarelle und Ölgemälde auf Hiddensee, die die Insellandschaft und ihre Bewohner – wie die Fischer – zum Thema hatten. Besonders ihre stimmungsvollen impressionistischen Aquarelle zeichnen sich durch zarte Farben aus.“ Unter dem Nationalsozialismus erhielt sie Berufs- und Reiseverbot und wurde 1942 im KZ Theresienstadt ermordet. (Quelle – Hiddensee – Die besondere Insel für Künstler von Ruth Negendanck S. 129)


bild7 Los-Nr.: 7
Sonnenuntergang, Öl
Carl Hinrichs
1903 - 1990
Signatur: monogr.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 19 x 23
Rufpreis in Euro: 240
Schätzpreis: 300 - 400
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Carl Hinrichs, 1903 Nürnberg - 1990 Schwerin, Maler. Erste künstlerische Unterweisungen erhielt er bei dem Schweriner Maler Wilhelm Facklam in dessen Malschule. 1945 wurde Hinrichs freischaffender Künstler. In den Jahren 1950 und 1951 absolvierte er auf Vermittlung des Schriftstellers Ehm Welk eine künstlerische Ausbildung an der Akademie der Künste der DDR in Berlin als Meisterschüler bei Heinrich Ehmsen. Er war Mitglied des Verbandes bildender Künstler und ab 1978 Ehrenmitglied.

Hinrichs malte zumeist mecklenburgische Landschaften und Stillleben, wofür er in Schwerin in den Jahren 1958 (Gemälde: Industrie- und Hafenstadt Wittenberge) und 1963 mit dem Fritz-Reuter-Preis ausgezeichnet wurde. Ab Ende der 1960er Jahre verbrachte er die Sommermonate in Blowatz nahe der Insel Poel. Im Jahr 1989 wurde er Ehrenbürger der Stadt Schwerin. Ein Teil seiner Werke ist heutzutage im Staatlichen Museum in Schwerin ausgestellt. Er erhielt 1973 den Vaterländischen Verdienstorden in Bronze, 1978 in Silber und 1983 in Gold

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bild8 Los-Nr.: 8
Küste, Öl
Katharina Bamberg
1873 - 1966
Signatur: monogr.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 32 x 36
Rufpreis in Euro: 600
Schätzpreis: 800 - 900
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Bamberg, Katharina, Hiddensee, (* 18. November 1873 in Stralsund; † 6. Oktober 1966 ebenda) war eine deutsche Malerin. Sie entstammte einer begüterten Stralsunder Familie. Sie wurde in Berlin Schülerin bei Ludwig Dettmann. Von ihm übernahm sie die realistische Hellmalerei. Nachdem sie zunächst überwiegend Blumen, Stillleben und Porträts malte, widmete sie ihr Schaffen der Landschaftsmalerei. Sie unternahm Studienreisen nach Oberbayern, Thüringen, in den Spreewald, nach Bornholm und an die französische Riviera. Zurück in Stralsund wurden ihre Heimatstadt sowie die Landschaften der Inseln Rügen, Vilm und Hiddensee, sowie der Halbinsel Wittow ihre Motive. Nach ihrer Rückkehr im November 1918 nach Stralsund malte sie wieder. Die Henni Lehmann gehörende Blaue Scheune in Vitte auf Hiddensee wurde zum Ort ihres Wirkens. Sie gehörte neben Elisabeth Büchsel, Clara Arnheim und Elisabeth Andrae zum Hiddenseer Künstlerinnenbund. Werke von ihr befinden sich u. a. im Kulturhistorischen Museum Stralsund.


bild9 Los-Nr.: 9
Wasserträgerin, Gouache
Harold Tr. Bengen
1879 - 1962
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 23 x 8
Rufpreis in Euro: 300
Schätzpreis: 400 - 500
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Harold Tronson Bengen, 1879 - 1962, KS Weimar, danach in Graz. ab 1905 lebte er für einige zeit auf Hiddensee. 1910 gründete er zusammen mit Tappert und Pechstein die Neue Sezession, beteiligte sich an der Ausstellung der Berliner Sezession, war dann Professor an der KGS Berlin-Charlottenburg. Zu seinen Schülerinnen gehörte u.a. Hanna Höch. Während der NS-Zeit viele Auftragsarbeiten. 1944 zog er an den Ammersee, 1952 nach Hamburg, wo er 1962 verstarb. aus Wikipedia


bild10 Los-Nr.: 10
Fischerboot vor Rügen
Tom Beyer
1907 - 1981
Signatur: signiert
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 46 x 66
Rufpreis in Euro: 600
Schätzpreis: 800 - 900
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Tom Beyer, 1907 in Münster - 1981 in Stralsund, war Maler. 1924 Werkkunstschule Münster und anschließend bis 1926 die Kunstgewerbeschule Düsseldorf. Studienreisen durch Europa führten ihn 1927 nach Schweden, wo in Landskrona bei Prof. Nordlind seine Haltung zur Landschaft des Nordens entscheiden geprägt wurde. Weitere Stationen der Studienreisen zwischen 1927 und 1931 Paris, Dänemark und Finnland. 1931 zog er nach Berlin, wo er im selben Jahr ein Atelier eröffnete und in die KPD eintrat. 1935 bereiste er die Insel Rügen und lies sich in Göhren nieder. Wie viele andere Künstler war auch Tom Beyer vom Ausstellungsverbot der Nationalsozialisten betroffen. Nach dem Krieg lebte Tom Beyer bis 1952 in Göhren. Er leitete eine Kunstschule (Landeskunstschule Mecklenburg-Vorpommern) im Putbuser Schloss. 1950 wurde er Landesvorsitzender des Verbandes Bildender Künstler. Zahlreiche Ausstellungen in der DDR und im Ausland unterstreichen die Bedeutung Beyers, der als Mitglied der SED auch den sozialistischen Aufbau in seinen Werken festhielt. Ab 1972 war er nebenamtlich als Professor an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee.


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