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Auktion am 1. Januar 2019, 15 Uhr


bild1 Los-Nr.: 61
an der Ostsee, Mischt.
Ulrich Knispel
1911 - 1978
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 24 x 32
Rufpreis: 450
Schätzpreis: 600 - 700
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

Ulrich Knispel, 1911 Altschaumburg b. Küstrin - 1978 Reutlingen , der ab 1948 Lehrer an der Burg Giebichenstein Kunstschule Halle wurde, erhielt 1950 den Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalts. Nur ein Jahr später erhob die SED gegenüber Ulrich Knispel den Vorwurf, den schädigenden Einfluss der Westkunst auf die Kunst der DDR zu fördern. Vorausgegangen war ein Studienaufenthalt des Künstlers mit seinen Studenten an der Ostsee in Ahrenshoop. Ihre so genannten formalistischen Studienblätter entsprachen nicht dem gewünschten sozialistischen Realismus. Ulrich Knispel entzog sich einer möglichen Verhaftung durch die Flucht nach West-Berlin. Dort erhielt er, nach einer Reihe von Zwischenstationen, 1965 eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg. Ulrich Knispel arbeitete sowohl gegenständlich als auch abstrakt. Zunächst orientierte er sich am Expressionismus und an den großen Einzelgängern der Moderne. Später prägte sein phantasievolles künstlerisches Schaffen der Surrealismus. Ulrich Knispel war mit seinen Arbeiten auf zahlreichen internationalen und nationalen Kunstausstellungen neben namhaften Künstlern wie HAP Grieshaber, Georg Meistermann, Ernst Wilhelm Nay oder Hann Trier vertreten. (Text Burg Giebichenstein)


bild2 Los-Nr.: 62
Blick in den Hof, Öl
Dora Koch-Stetter
1881 - 1968
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 42 x 43
Rufpreis: 2800
Schätzpreis: 2800 - 3200
Dora Koch-Stetter
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

bild3 Los-Nr.: 63
Winter, Aquarell
Dora Koch-Stetter
1881 - 1968
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 39 x 33
Rufpreis: 350
Schätzpreis: 500 - 700
Dora Koch-Stetter
Gebot per mail Gebot telefonisch Gebot schriftlich

bild4 Los-Nr.: 64
im Park, 1913, Gouache
Dora Koch-Stetter
1881 - 1968
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 26 x 20
Rufpreis: 800
Schätzpreis: 1000 - 1200
Dora Koch-Stetter (geborene Stetter; * 4. Mai 1881 in Bayreuth; † 16. Januar 1968 in Ahrenshoop-Althagen) war eine deutsche expressionistische Landschafts- und Porträtmalerin sowie Grafikerin. Ihre Mutter führte in Berlin ab 1884 eine Zeichenschule. Die eigene künstlerische Laufbahn startete 1899-1901 mit dem Studium zur Zeichenlehrerin an der Königlichen Kunstschule Berlin. Es folgten Abend- und Malkurse. 1903/04 war sie Schülerin bei Lovis Corinth. Ab 1910 kam es zur Zusammenarbeit mit dem rumänischen impressionistischen Maler Arthur Segal. Seit 1911 war sie Mitglied im Verein der Berliner Künstlerinnen. Studienreisen führten sie zwischen 1902 und 1913 nach Bayern, Belgien, Dänemark und Pommern. Dora Stetter kam 1911 zum ersten Mal nach Ahrenshoop. 1919 wurde ihr einziges Kind, die Tochter Barbara, geboren. Das Künstlerehepaar Koch [-Gotha und -Stetter] kam ab 1922 in jedem Jahr auf das Fischland, 1927 erwarb die Familie ein Haus in Althagen. Seit dieser Zeit widmete sich Dora Koch-Stetter auch wieder ihrem eigenen Schaffen. Nachdem im Kriegsjahr 1944 das Berliner Atelier wie auch die Wohnung und damit ein Großteil ihrer Werke zerstört waren, wurde Althagen zum ständigen Wohnsitz. "Ich glaube, diese Dora Koch-Stetter ist unter den Malern, die je in Ahrenshoop gewirkt haben, die echte Perle, verborgen lange, wenigen bekannt heute, doch von bleibendem Glanz." LOTHAR LANG, KUNSTKRITIKER. AUSSTELLUNGEN: 1964: Museum der Stadt Rostock; 1965: im Kulturbund Stralsund und im Museum Greifswald
Museumsbesitz :Kulturhistorisches Museum Rostock + Pommersches Landesmuseum Greifswald. Lit.: Dora Koch-Stetter - eine Fischländer Malerin. Museum der Stadt Rostock (Hrsg.), 1964; Käthe, Paula und der ganze Rest: Künstlerinnenlexikon. Verein der Berliner Künstlerinnen e.V. (Hrsg.), Kupfergraben, Berlin 1992, ISBN 3-89181-411-9; Ruth Negendanck: Künstlerkolonie Ahrenshoop. Eine Landschaft für Künstler. Verlag Atelier im Bauernhaus, Fischerhude 2001, ISBN 3-88132-294-9; Heidrun Lorenzen (Hrsg.): Dora Koch-Stetter: Wege nach Ahrenshoop. Lukas Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-931836-65-7
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bild5 Los-Nr.: 65
Narzissen, Öl
Dora Koch-Stetter
1881 - 1968
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 39 x 33
Rufpreis: 800
Schätzpreis: 900 - 1100
Dora Koch-Stetter
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bild6 Los-Nr.: 66
Vitt, Öl
Paul Kuhfuß
1883 - 1960
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 69 x 88
Rufpreis: 1600
Schätzpreis: 1600 - 2000
Kuhfuss, Paul (* 4. August 1883 in Neu-Cölln (Berlin); † 24. August 1960 in Berlin-Pankow) war ein deutscher Maler.
1902 bis 1905 Ausbildung als Zeichenlehrer an der Königlichen Kunstschule Berlin bei Prof. Philipp Franck. Von 1905 bis 1907 Studium an der Königlichen akademischen Hochschule für bildende Künste Berlin-Charlottenburg in der Klasse für Landschaftsmalerei. Im Jahr 1907 nahm er seine Lehrtätigkeit als Kunsterzieher auf. Seit April 1910 wohnte er in Pankow. 1911 trat er der "Vereinigung bildender Künstler" bei, 1915 wurde er Mitglied des "Deutschen Künstlerbundes", des Künstlerbundes "Berliner Norden" und 1950 Mitglied im Verein "Berliner Künstler". Für Zeitschriften aus den Verlagen Scherl, Mosse, Ullstein, "Jugend" (München) war er als Illustrator tätig. Im Oktober 1935 wurde er bei der Gestapo wegen "expressionistischen Einschlages" und "Widerstandes gegen die nationalsozialistische Kulturpropaganda" sowie der Verteidigung jüdischer Berufskollegen, nach einer Ausstellungseröffnung im Schloss Niederschönhausen, denunziert. Danach war eine Beteiligung an Kunstausstellungen in Berlin nicht mehr möglich. Ab 1945 war er bis Januar 1960 Dozent an der Volkshochschule Berlin-Pankow. In dieser Zeit war er mehrfach Gast in Born auf dem Darß, wo er zahlreiche Aquarelle malte. Von 1912 bis 1960 nahm er an 173 Ausstellungen teil, insbesondere der Großen Berliner Kunstausstellung (seit 1913), Ausstellungen der Künstlergruppen Freie Secession unter Leitung Max Liebermanns und Berliner Secession unter Leitung Lovis Corinths, Preussische Akademie der Künste zu Berlin, Ausstellungen des Deutschen Künstlerbundes, der "Porza", des Verbandes Bildender Künstler der DDR, des Vereins Berliner Künstler. Er war Preisträger der Großen Berliner Kunstausstellung 1960. Im Paul-Kuhfuss-Archiv sind circa 5300 seiner Arbeiten dokumentiert. Lit.: Paul Kuhfuss: Ölbilder, Aquarelle, Mischtechniken, Zeichnungen. - Reinickendorf/Kunstamt, Berlin, 1973; Paul Kuhfuss: Paul Kuhfuss : 1883-1960 ; Malerei u. Graphik. - Staatl. Museen zu Berlin, Berlin, 1983; Paul Kuhfuss: Werkverzeichnis Paul Kuhfuss (1883-1960). - Graphikpresse, Auktionen & Ausstellungen, Berlin, 2000; Roland März: Paul Kuhfuss. - Verlag der Kunst, Dresden, 1980; aus Wikipedia
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bild5 Los-Nr.: 67
Forstmann, Öl
Henni Lehmann
1862 - 1937
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 73 x 57
Rufpreis: 380
Schätzpreis: 500 - 600
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Henni Lehmann


bild5 Los-Nr.: 68
Blick aus dem Atelier, Mischt.
Henni Lehmann
1862 - 1937
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 40 x 33
Rufpreis: 350
Schätzpreis: 500 - 600
Henriette "Henni" Lehmann 1862 Berlin - 1937 ebenda, war eine vielseitig tätige deutsche Künstlerin und Autorin. Sie entstammt einer jüdischen Berliner Familie. Ihr Vater, Dr. Wolfgang Straßmann, war 1862-1885 liberaler Stadtverordneter in Berlin und Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses. Nach dem Besuch der Königlichen Kunstschule heiratete sie 1888 Karl Lehmann, der ebenso einer jüdischen Familie entstammte. Beide konvertierten nach der Hochzeit zum Protestantismus. Mit ihm zog sie nach Rostock. Sie war die Vorsitzende des Rostocker Frauenvereins bis zum Familienumzug nach Göttingen 1911. Nach dem Tod des Mannes 1918 zog sie nach Weimar. In der Weimarer Republik gehörte sie zur Sozialdemokratie und engagierte sich in der Arbeiterwohlfahrt. Sie schrieb sozial engagierte Romane und hielt Vorträge. Auch trat sie gegen den Antisemitismus auf.
Seit 1907 verbrachte die Familie die Ferien auf Hiddensee. Henni Lehmann engagierte sich sehr bei der Schaffung besserer Lebensumstände auf der Insel. 1913 gab sie den Insulanern ein Darlehen zum Bau eines Arzthauses und 1914 gehörte sie zu den Mitbegründern und ersten Vorstandsmitgliedern des Natur- und Heimatschutzbundes Hiddensee. 1909 zählte sie zu den Gründungsmitgliedern der Genossenschaftsreederei. Ab 1919 traf sich in ihrem Galerie- und Atelierhaus in Vitte, der Blauen Scheune, regelmäßig ein Künstlerinnenbund mit Clara Arnheim, Elisabeth Büchsel, Käthe Löwenthal und anderen Malerinnen (Siehe Lit). Durch die NS-Herrschaft war dies ab 1933 nicht mehr möglich.
Gerhart Hauptmann am 20. August 1910 in seinem Tagebuch[1] über die Malerin:
"Hiddensee. Es ist ein ekelhaft bekrochenes Eiland geworden. Ein dickes Weib hat eine Villa errichtet und malt frech vor der Tür mit zwei Zentnern am Leibe. Fürchterlich!."

Lit.: Der Hiddensoer Künstlerinnenbund, Angela Rapp, 2012

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bild5 Los-Nr.: 69
Blumenstrauss, Mischt.
Henni Lehmann
1862 - 1937
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 28 x 38
Rufpreis: 300
Schätzpreis: 400 - 500
Henni Lehmann
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bild5 Los-Nr.: 70
Bauerngarten, Öl
Julo Levin
1901 - 1943
Signatur: signiert
Erhaltung: guter Zustand
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 23 x 30
Rufpreis: 1300
Schätzpreis: 1500 - 1800
Julo Levin, 1901 Stettin - 1943 KZ Auschwitz, Maler. Seit 1919 gehörte er der rheinischen Kunstszene an. Er studierte an den Kunstgewerbeschule in Essen unter Jan Thorn Prikker, folgte ihm 1921 an die Staatliche Kunstgewerbeschule München, und im März 1923 an die Kunstakademie Düsseldorf. Zu seinen Lehrern gehörten nun auch Heinrich Campendonk und Heinrich Nauen, dessen Meisterschüler er wurde. Mit Abschluss seines Studium 1926 erhielt Levin seinen ersten großen Auftrag, ein Wandgemälde für die GeSoLei. Mit dem Honorar konnte er sich einen mehrwöchigen Aufenthalt in Paris leisten. Eine weitere Frankreichreise führte ihn im Sommer 1931 für sechs Monate nach Marseille, wo zahlreiche kraftvolle, farbige Aquarelle, Ölbilder und auch Zeichnungen entstanden.
Von 1925 bis 1932 war er Mitglied der Rheinischen Sezession und des Jungen Rheinland, mit reger Ausstellungstätigkeit in Düsseldorf, gefolgt von Ausstellungen in Berlin und in Nürnberg. Am 17. Mai 1943 wurde auch Levin ins KZ Auschwitz deportiert und ermordet. Wikipedia
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Christopher Walther Ltd. - ganzjährig Kunsthandel + Auktionen - Kielstrasse 13 - 18375 Wieck/Darss

Tel.: 0160 - 9859 4004 bzw. 038233 - 70 99 74 - e-mail : kunstauktion@christopherwalther.com

Einlieferungen von Gemälden europäischer Künstlerorte erwünscht