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Auktion am 16. August 2020, 12 Uhr


bild1 Los-Nr.: 91
Weststrand, Mischt.
Friedrich Wachenhusen
1859 - 1925
Signatur: sign.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 32 x 41
Rufpreis in Euro: 800
Schätzpreis: 900 - 1000
Friedrich Wachenhusen, 1859 Schwerin - 1925 Schwerin, Landschaftsmaler, Zeichner und Radierer. Er wechselte 1881 an die Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, um Malerei zu studieren. Nach dem Wechsel im Jahr 1884 an die Kunstakademie Weimar studierte er weiter unter dem Professor für Landschaftsmalerei Theodor Hagen. Er zog 1889 nach Berlin, besuchte die Kunstakademie und malte ein Jahr bei Professor Eugen Bracht. Danach war er als Leiter einer Mal- und Zeichenschule in Berlin tätig. Seit 1889 war er auch Mitglied im Verein Berliner Künstler. In den Jahren 1892 bis 1895 hatte Wachenhusen mehrere Aufenthalte in Ahrenshoop an der Ostsee, wo er in den Sommermonaten gemeinsam mit Paul Müller-Kaempff, der hier bereits seit 1892 seinen Wohnsitz hatte, eine Sommermalschule im "Haus Lukas" betrieb. Studienreisen führten Wachenhusen 1892 nach Norditalien und 1894 nach Holland, wo er sich in Volendam und der Künstlerkolonie Katwijk aufhielt. Mit Ende des Ersten Weltkrieges 1918 verließ Wachenhusen Ahrenshoop. Sein Haus und das ihm ebenfalls gehörende, nebenliegende "Dünenhaus" wurden 1920 verkauft, er lebte jetzt zumeist in seinem Haus in Schwerin-Görries. Nach seinem Tod 1925 fand die Urnenbeisetzung auf dem Schifferfriedhof von Ahrenshoop statt. Zu Wachenhusens in impressionistischer Malweise angelegten Werken gehörten neben den hauptsächlichen Landschaften auch Wald- und Tiermotive, was sicher mit seiner Jagdleidenschaft zu begründen ist. Wachenhusen war, neben der Mitgliedschaft im Verein Berliner Künstler, Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft, im Verband deutscher Illustratoren, im Verein für Originalradierung in Berlin, im Hamburger Kunstverein von 1817, im Hamburger Künstlerverein von 1832 sowie im Verein für mecklenburgische Geschichte und Altertumskunde. aus Wikipedia
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bild2 Los-Nr.: 92
Industrie, Mischt.
Erich Wegner
1899 - 1980
Signatur: sign.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 23 x 32
Rufpreis in Euro: 800
Schätzpreis: 900 - 1000
Erich Wegner 1899 Gnoien - 1980 Hannover, Maler und herausragender Vertreter der Neuen Sachlichkeit. Erich Wegner wurde als Sohn eines Postboten in Gnoien geboren, aufgewachsen ist er in Rostock. Die Stadt hat ihn von klein auf geprägt, als Kind trieb er sich abenteuerlustig im Hafen herum und sein ursprünglicher Wunsch war es, Seemann zu werden. Schon damals war er so oft mit dem Skizzenblock unterwegs, dass seine eigentliche Berufung als Maler nicht außer Frage stand. Die Motive des Hafens aber, Matrosen und Werftarbeiter und immer wieder Schiffe, blieben ihm und ziehen sich durch sein vielgestaltiges Lebenswerk. 1919 bewarb er sich bei mehreren Kunstschulen im norddeutschen Raum und war hocherfreut über die freundliche Aufnahme, die er an der Kunstgewerbeschule Hannover bei Fritz Burger-Mühlfeld fand. Während der vier Semester, die er dort studierte, lernte er Ernst Thoms, Grethe Jürgens, Gerta Overbeck, Friedrich Busack und Hans Mertens kennen. Die Freundschaften zu diesen Mitschülern prägten sein Leben und seine künstlerische Laufbahn. Später werden sie - mit einigen weiteren Künstlern - als die Gruppe Neue Sachlichkeit Hannover gesehen. Nach 1945 bekam Erich Wegner finanziellen "Boden unter den Füßen". Er wurde Dozent der Kunstkurse an der Volkshochschule Hannover. Er hat diese Tätigkeit geliebt und lange Jahre - bis 1971 - mit viel Enthusiasmus ausgeführt. Und sie ließ ihm Raum für seine künstlerische Entwicklung. Seine Bilder wurden leichter und farbenfreudiger, er nahm zwar thematisch immer wieder Bezug auf alte Bildvorstellungen, doch suchte er stärker die freie Komposition. In den 60er und 70er Jahren schuf er ein erstaunliches Konvolut an abstrakten Aquarellen, die dem Betrachter farbenfroh das Vergnügen des Künstlers mitteilen, und die sich sehr unterscheiden von seinen abstrakten Arbeiten aus den 1920er Jahren, mit den strengen geometrischen und teilweise vom Konstruktivismus beeinflussten Formen. Das Wilhelm-Busch-Museum, Hannover organisierte 1951 eine Retrospective-Ausstellung. Doch erst ab 1961 stellte Wegner seine Werke wieder regelmäßig aus, oft in Hannover im Kunstverein, doch es sind auch namhafte Museen und Galerien in Berlin, Hamburg, Köln, München, Bristol, St. Etienne und Parma zu nennen.
1972 wurde Erich Wegner die Stadtplakette Hannover verliehen[1] und 1979 wurde ihm als zweite offizielle Ehrung das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens zuteil. Am 11. Dezember 1980 starb Wegner 81-jährig in Hannover. aus Wikipedia
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bild3 Los-Nr.: 93
Wetter über dem Bodden, Kreide
Kurt Klamann
1907 - 1984
Signatur: sign.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 15 x 20
Rufpreis in Euro: 200
Schätzpreis: 300 - 400
Kurt Klamann 1907 Zingst - 1984 Zingst, als Schiffsjunge zur See gefahren, danach Kunstgewerbeschule Berlin und Pressezeichner. Ab 1933 Berufsverbot. erst 1949 wieder als Pressezeichner tätig. Arbeitete auch als Maler, vor allem Landschaften in leuchtenden Farben. 1973 erschien seine Autobiographie "auf wilder Fahrt" KLA
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bild4 Los-Nr.: 94
Komposition, Mischt.
Mary Abbott
1921 - 2018
Signatur: sign.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 30 x 26
Rufpreis in Euro: 2500
Schätzpreis: 2800 - 3200
Mary Abbott 1921 New York - 2018 New York, Malerin des Abstrakten Expressionismus, Schülerin von George Grosz, arbeitete zusamen mit Mark Rothko, Barnett Newman und David Hare. Sie war eine der 3 Frauen im "Thje Artist´s Club" neben Elaine de Kooning und Perle Fine. aus Wikipedia
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bild5 Los-Nr.: 95
Komposition, Mischt.
Elaine F. de Kooning
1918 - 1989
Signatur: monogr.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 27 x 20
Rufpreis in Euro: 2000
Schätzpreis: 2200 - 2400
Elaine F. de Kooning, 1918 New York - 1989 New York, Malerin des abstrakten und figurativen Expressionismus. Sie besuchte kurz das Hunter College und danach die Leonardo da Vinci Kunstschule und die American Artists School. Als Malerin war sie Landscafts- und Portraitmalerin. 2016 war sie eine von 12 Malerinnen der Ausstellung "Malerinnen des Abstrakten Expressionismus" im Denever Art Museum. Ihre Werke finden sich in der Moma, dem Metropolitan und Guggenheim Museum in New York. aus wikipedia
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bild5 Los-Nr.: 96
Entwurf, Mischt.
Ossip Zadkine
1890 - 1967
Signatur: sign.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 18 x 23
Rufpreis in Euro: 1000
Schätzpreis: 1200 - 1400
Ossip Zadkine 1890 Wizebsk (Russland) - 1967 Paris, Maler und Bildhauer des Kubismus. Mit 16 Jahren ging er nach London und 1909 nach Paris, wo er 1911 im Salon d´Áutomne debütierte. Er schloss sich der kunbistischen Bewegung an. 1941 emigrierte er in die USA und unterrichtete an der Art Students League of New York. Er wurde 1950 bei der Biennale in Venedig mit dem Bildhauerpreis ausgezeichnet. aus Wikipedia
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bild5 Los-Nr.: 97
3 Grazien, Öl
Julie Wolfthorn
1864 - 1944
Signatur: sign.
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 21 x 30
Rufpreis in Euro: 2000
Schätzpreis: 2500 - 3000

Wolfthorn, Julie (auch Wolf-Thorn, geborene Wolf oder Wolff; * 8. Januar 1864 in Thorn, Westpreußen; † 29. Dezember 1944 im Ghetto Theresienstadt) war eine deutsche Malerin und Grafikerin. Sie wurde unter dem Namen Julie Wolf(f) als Kind einer bürgerlichen jüdischen Familie in Thorn geboren. Ab 1890 studierte sie Malerei und Grafik in Berlin, nach einem Aufenthalt in Paris kehrte sie nach Berlin zurück, wo sie jahrzehntelang in der Kurfürstenstraße 50 lebte (das Haus existiert nicht mehr). 1898 wurde sie - als eine von nur vier Frauen - Gründungsmitglied der Berliner Secession. Seit 1898 war sie im "Verein der Künstlerinnen und Kunstfreunde Berlin". 1904 heiratete sie den Kunsthistoriker und -kritiker Rudolf Klein. 1905 unterzeichneten Julie Wolfthorn und über 200 Künstlerinnen eine Petition mit der Forderung zur Zulassung an der Preußischen Akademie der Künste, die von dem Akademiedirektor Anton von Werner abgelehnt wurde. 1906 gründete sie mit Käthe Kollwitz die Ausstellungsgemeinschaft "Verbindung Bildender Künstlerinnen", 1912 wurde sie mit Käthe Kollwitz in den Vorstand und die Jury der Secession gewählt, 1933 wurde sie mit Fanny Remak aus dem Vorstand ausgeschlossen, die nach England emigrierte. Julie Wolfthorn blieb in Berlin und arbeitete mit dem Kulturbund Deutscher Juden zusammen. 1941 wurde der Kulturbund verboten, die Mitarbeiter verhaftet und das Vereinsvermögen beschlagnahmt.
Am 28. Oktober 1942 wurde Julie Wolfthorn im Alter von 78 Jahren zusammen mit ihrer Schwester Luise Wolf mit dem "68. Alterstransport" in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort zeichnete sie, so weit ihr das unter den Umständen möglich war. Sie überlebte hier zwei Jahre und verstarb wenige Tage vor ihrem 81. Geburtstag.
Julie Wolfthorn wurde vor allem durch ihre Portraitmalerei bekannt. Sie portraitierte Ida Dehmel, Richard Dehmel, Hedda Eulenberg, Gerhart Hauptmann (im Doppelporträt mit seiner Frau Margarete), Gabriele Reuter, die Familienmitglieder des schreibenden und übersetzenden Paares Hedwig Lachmann und Gustav Landauer, die Familie des Architekten Hermann Muthesius, die Ärzte Salomon Neumann und Carl Ludwig Schleich, die Opernsängerin Irmgard Scheffner, viele Schauspielerinnen wie Tilla Durieux oder Carola Neher - und andere berühmte Zeitgenossen, vorwiegend aus der Berliner Gesellschaft, darunter besonders viele engagierte Frauen. Lit.: Heike Carstensen, Leben und Werk der Malerin und Graphikerin Julie Wolfhtorn (1864 - 1944). Rekonstruktion eines Künstlerinnenlebens, Tectum Verlag, Marburg 2011, ISBN 978-3-8288-2728-8.; Hedwig Brenner: Jüdische Frauen in der bildenden Kunst II. Konstanz 2004; Beate Spitzmüller: Julie Wolfthorn. In: Britta Jürgs (Hg.): Denn da ist nichts mehr, wie es die Natur gewollt. Portraits von Künstlerinnen und Schriftstellerinnen um 1900. AvivA Verlag, Berlin, 2001, ISBN 3-932338-13-8; S.248-259; Käthe, Paula und der ganze Rest. Ein Nachschlagewerk (Künstlerinnenlexikon), hrsg. v. Verein der Berliner Künstlerinnen e.V., Berlin: Kupfergraben, 1992, S. 185 (Lit.). ISBN 3-89181-411-9

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bild5 Los-Nr.: 98
Hiddensee, Öl
Julie Wolfthorn
1864 - 1944
Signatur: sign.
Erhaltung: altersgemäß
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 17 x 31
Rufpreis in Euro: 1800
Schätzpreis: 2000 - 2200
Julie Wolfthorn, s. Los 97
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bild5 Los-Nr.: 99
Akt, Öl
Julie Wolfthorn
1864 - 1944
Signatur: sign.
Erhaltung: muß restauriert werden
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 25 x 34
Rufpreis in Euro: 1300
Schätzpreis: 1500 - 1800
Julie Wolfthorn, s. Los 97
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bild5 Los-Nr.: 100
Hiddensee am Strand, Aquarell
Augusta von Zitzewitz
1880 - 1960
Signatur: sign.
Erhaltung: gut
Rahmung: gerahmt
Maße in cm: 36 x 44
Rufpreis in Euro: 500
Schätzpreis: 600 - 700
Augusta von Zitzewitz 1880 - 1960 Berlin, (Hiddensee) war eine deutsche Künstlerin. Die Berliner Porträtmalerin lebte und arbeitete von 1932 bis 1960 in der Reichsstraße 97 in Berlin. Augusta von Zitzewitz war die Tochter des preußischen Oberleutnants und Flügeladjutanten Coelestin von Zitzewitz und seiner englischen Ehefrau Elise, geborene Köbel. Offenbar mit Unterstützung, vermutlich nicht gegen den Willen der Mutter, begann Auguste 1907 - da Frauen zu dieser Zeit die Ausbildung an Kunstakademien noch verwehrt war - eine Ausbildung beim Verein Berliner Künstlerinnen und wurde - nachdem sie auf Empfehlung von Käthe Kollwitz in Paris moderne Kunst und Künstler kennengelernt hatte - 1914 Mitglied der Berliner Freien Sezession. Sowohl wegen ihrer Heirat mit dem jüdischen Kunsthistoriker Erich Roemer, mit dem sie eine Tochter hatte, wie wegen ihrer eigenen Werke verboten ihr die Nationalsozialisten Arbeit und Ausstellungen. Sie malte aber Porträts unter anderem von Claire Waldoff, Renée Sintenis, Hedwig Heyl und Louise Schröder und hatte 1950 und 1956 ehrende Ausstellungen in Charlottenburg, 1980, 20 Jahre nach ihrem Tod, auch in Kiel.
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